Shabbat Service in der Synagoge

Dieses mal möchte ich euch in meinem Blogeintrag davon berichten wie ich zusammen mit Anne von meinen Friendly Visitings an einem Samstagmorgen bei einem Shabbat Service in ihrer Synagoge war.

Wie das Shabbat Dinner von welchem ich euch vor einigen Wochen berichtet habe, ist der Shabbat Service ein weiterer Teil der Tradition für die Juden die sie am Shabbat haben und vergleichbar ist mit dem Gottesdienst bei uns am Sonntag in der Kirche nur das er in diesem Falle am Samstagmorgen stattfindet.

Der Shabbat Service mit Anne zusammen war in dem Sinne für mich besonders da ich zwar schon einmal in einer Synagoge war aber noch nie während eines Dienstes und ich außerdem in diesem Fall auch noch mit Anne meine persönliche Erklärerin an der Hand hatte die mir viele der Vorgänge während des Dienstes erklären konnte. Was mir wahrscheinlich als erstes immer im Kopf bleiben wird ist wie lang der Shabbat Service doch ist im Gegensatz zu einem Gottesdienst und das ich nur die letzten zwei Stunden da war da Anne wusste das ich es sonst nicht durchstehen würde, denn auch wie bei Shabbat Dinner wurde aus beim Service alles in Hebräisch gesprochen sodass Anne immer versuchte mir in der Tora zu zeigen wo wir gerade waren und ich dann die Englischeübersetzung mitlesen konnte.

Was ich sehr besonders am jüdischen Glauben finde ist das sie jede Woche im Dienst ein Stück der Tora (Bibel) lesen und dadurch einmal im Jahr das Komplette alte Testament lesen und sich immer wieder mit dem Geschichten auseinander setzen. Zwar werden auch in der Kirche Ausschnitte aus der Bibel gelesen aber im Jüdischen hat es meiner Meinung nach doch sehr viel mehr Sinn da man immer fortsetzend liest und somit an das gelesene der Vorwoche anschließt und außerdem auch dazu kommt einmal im Jahr alles zu lesen. Ich frage mich wie viele christliche Menschen die gesamte Bibel gelesen haben und sich mit ihr wirklich auseinander gesetzt haben?

Etwas das sowohl gleich in der Synagoge als auch in der Kirche bei einem Dienst ist, ist das man in einem Gebet für die Kranken und Notleidenen Menschen betet dazu kommen aber auf der anderen Seite auch noch Gebete für die Gemeinschaft und ganz besonders auch für das Land und die Regierung Israels was wir in diesem Zusammenhang nicht haben und kennen.

An dem Shabbat Dinner zu dem Ich mit Anne gekommen war gab es dann aber auch noch eine ganz besonderen den ich durfte miterleben wie ein Junge seine Bar Mitzwa an eben jenem Samstagmorgen hatte und somit das erste Mal vor der Gemeinde aus der Tora lesen durfte und somit zum Erwachsenen wurde. Die Bar Mitzwa wird im Judentum entweder am 13. Geburtstag bei Jungen begangen oder bei Mädchen am 12. Geburtstag und sind vergleichbar mit der Konfirmation nur das sich der Tag an dem dieses Ereignis beganen wird im Judentum nach dem Geburtstag richtet und nicht wie im Christlichen einmal im Jahr im Frühling alle Jugendlichen eines Jahrgangs zusammen konfirmiert werden in der Gemeinde und somit die Feierlichkeit sehr viel persönlicher für die Jugendlichen ist da sie alleine an diesem Tag die Bar Mitzwa feiern und die Aufmerksamkeit der ganzen Gemeinde auf sie gerichtet ist.

Nach dem Dienst selbst gab es dann noch in der Synagoge ein Essen welches in diesem Fall von der Familie des Bar Mitzwa Jungen gestellt wurde und jede Woche nach dem Dienst stattfindet was auch für mich neu war und einen sehr guten Ausklang aus dem Dienst für mich bot da ich so noch einmal Zeit hatte in Ruhe mit Anne über den Dienst zu reden und sie mich auch noch dem Rabbiner der Synagoge vorstellte.

Es war interessant einen Shabbat Service zu sehen und somit der Religion des Judentums näher zu kommen, denn zwar weiß man normalerweise vieles als Deutscher über den 2. Weltkrieg und den Holocaust aber bis jetzt war für mich die Religion selbst weswegen all diese Mensche von den Nazis im 2. Weltkrieg getötet wurde doch recht blass geblieben und ist mir jetzt sowohl nach dem Shabbat Service als auch dem Dinner näher gekommen und man versteht mehr und geht persönlicher mit dem Thema um was ich denke ich auch eventuell im Unterricht an den Schulen in Deutschland fehlt.

Denn zwar haben wir all diese Unterrichtsstunden in der Schule über Jahre in denen über den 2. Weltkrieg, Deutsche Geschichte und das ganze Elend gesprochen wird aber für mich persönlich war nicht immer wirklich klar warum den nun gerade die Juden getötet wurde bzw. was sie anders gemacht haben soll von anderen Menschen und nun kann ich sagen dass das Judentum und das Christentum sich zwar unterscheiden aber doch auch ähnlich sind und wenn man es genau nimmt ja sogar das Christentum aus dem Judentum entstanden ist was die Verbrechen der Nazis jetzt noch unlogischer und verrückter für mich machen.

Foto Set No. XV

Im letzten Fotoset von Samstag habe ich euch gezeigt wie Ich und Tim, mein erster Besuch aus Deutschland, den St. Patricks Day verbracht haben und wir unsere liebe für die Brücken New Yorks entdeckten.

Heute geht es mit den nächsten Fotos aus den letzten zwei Wochen weiter, denn mittlerweile ist Tim am Dienstag schon wieder in die Heimat abgereist und ich bin wieder alleine im großen New York.

Dadurch das TIm wie gesagt mein erster und vielleicht auch letzter Besuch gleichzeitig aus Deutschland war, war es mir wichtig ihm ein bisschen was von der Stadt zu zeigen und mit ihm die Zeit zu verbringen sodass ich in den zwei Wochen die Tim hier war auch endlich mal meinen ersten Urlaub genommen habe seitdem ich hier in den USA bin. Zwar habe ich nicht die ganzen zwei Wochen Urlaub genommen aber ein paar Tage und so haben Tim und Ich uns dann am Dienstag nach dem St. Patricks Day Wochenende zusammen Roosevelt Island angeschaut und noch ein bisschen mehr.

Roosevelt Island ist die kleine Insel im East River die zwischen Manhattan und Queens liegt und sich ein bisschen wie eine andere Welt anfühlt wenn man gerade aus dem hektischen Manhattan kommt. Das besondere an Roosevelt Island ist aber nicht nur das es sehr viel ruhiger und beschaulicher ist als Manhattan, denn es hat nur eine Hauptstraße und eine Buslinie die einfach die ganzen Insel entlang laufen, nein es ist auch die Art wie man auf Roosevelt Island ankommt.

Denn bis 1989 erst eine U-Bahnstation auf Roosevelt Island eröffnet wurde konnte man vorher entweder nur über eine kleine Brücke von Queens aus nach Roosevelt Island kommen oder mit der Tram aus Manhatten. Die Tram ist die Methode die Tim und Ich gewählt haben um nach Roosevelt Island zu kommen und es ist eine Schwebebahn die einen aus Manhattan entschweben lässt und dann wieder in Roosevelt Island absetzt. Auf jeden Fall sehr cool aber heute eigentlich nur noch als Touristenwahrzeichen erhalten, den mit der U-Bahn ist es dann halt doch schneller und einfacher.

Das Roosevelt Island nur so schlecht zu erreichen ist ist auch deswegen komisch weil zum Teil direkt über Roosevelt Island die Queensboro Bridge liegt die die Hauptverkehrsader ist um von Queens nach Manhattan zu kommen oder anders herum. Allerdings ist die Brücke einfach mal so hoch und groß das sie halt nur über Roosevelt Island liegt und die Insel nicht mit anbindet.

So sind Tim und Ich also erst mit der Tram auf Roosevelt Island gelandet und später noch über die kleine Brücke welche Roosevelt Island an Queens anbindet nach Queens gelaufen und dort über die Queensboro Bridge wieder zurück in das laute und stressige Manhattan.

Es ist schon interessant mal solch einen Ruhepol wie diese Insel inmitten von New York zu finden und ich hoffe ihr könnt es zu Mindestens ein bisschen mit den jetzt folgenden 98 Fotos nachempfinden:

Foto Set No. XIV

Nachdem ersten Besuch aus Nordirland folgt dann auch gleich der zweite Besuch aus Deutschland, so sahen zu Mindestens bei mir die letzten drei Wochen aus.

Während Lotta und Barbara vor mittlerweile schon wieder drei Wochen für eine Woche in New York waren, kam dann nur vier Tage später mein erster Besuch aus Deutschland hier in New York an, Tim ein guter Freund aus der Gymnasial- und Zivizeit in Hamburg, der mich zur Zeit für zwei Wochen hier besucht.

Es ist schon interessant endlich mal wieder nach sechs Monaten jemanden aus der Heimat in Fleisch und Blut zu sehen und dann dazu auch noch in New York zu haben und New York zeigen zu können.

Die ersten zwei Tage habe ich Tim allerdings weniger in der Stadt herum geführt als in meinem Projekt, denn ich habe ihn am Mittwoch eingeladen mit zu meinen Friendly Visitings zu kommen was dadurch ein sehr interessanter Tag für mich wurde einen Freund aus Deutschland meinen Friendly Visitings vorzustellen und am Donnerstag haben wir beide dann im HPP gekocht wie ich es im Dezember schon mit Anne und Lizzie gemacht habe.

Am letzten Samstag hatten wir dann endlich Zeit uns die Stadt anzuschauen und außerdem fiel auf diesen Tag auch die diesjährige St. Patricks Day wofür es natürlich wieder New York typisch eine Parade gab auf der wir allerdings viel zu spät ankamen und somit nicht mehr viel davon sehen konnten. Dann wollten wir allerdings immerhin heraus finden ob es den Stimmt das am St. Patricks Day der Hudson River grün eingefärbt wird was Tim gehört und gelesen hatte vom St. Particks Day in New York. Dazu sind wir dann erst zum Hudson gelaufen wo man allerdings nicht sehr sehen konnte da wir nicht hoch genug waren und so sind wir dann noch ganz Uptown gefahren nach Washington Highs um dort auf die George Washington Bridge zu laufen und von dort oben zu sehen ob den der Hudson grün ist. Leider enttäuschte uns dann der Hudson aber Tim der eigentlich Höhenangst hat und dem der Trip auf die Brücke mehr als nur ein bisschen Überwindung gekostet hat war von der Brückbaukunst in den USA fasziniert.

Das sollte sich dann auch durch den zweiten Tag ziehen wo wir erst nach Chinatown gefahren sind und später dann über die Williamsburg Bridge nach Williamsburg gelaufen sind. Williamsburg wird im Moment als das coole und hippe New York angesehen da dort zur Zeit die meisten Künstler der Stadt leben die noch die berühmt sind aber von der Kunst leben wollten und somit Williamsburg aufwerten und eine Gentrifizierung in Gang setzen wie man sie auch in Hamburg aus dem Schanzen- und Gängeviertel kennt. Abends sind wir dann über den East River mit der Fähre wieder nach Manhattan zu mir nach Hause zurück gefahren.

Das solls dann jetzt erst einmal für erste sein, ich habe noch mehr Fotos von Tims Besuch die ich euch in einigen Tagen vorstellen werde, aber bis dahin wünsche ich euch erst einmal viel Spaß bei diesen 122 Fotos:

Foto Set No. XIII

Nach einem Monat keine Fotos habe ich heute endlich mal wieder ein paar Bilder für euch auf Lager und dazu dann auch ein paar ganz besondere.

Denn zur Zeit habe ich hier bei mir in New York für eine Woche einen ganz besonderen Besuch, nämlich Lotta und Barbara aus Irland bzw. besser gesagt Nordirland was für die Beiden doch schon ein sehr wichtiger Unterschied ist. Die Beiden sind selbst aber keine Irländerinnen, sondern sind beide dort Freiwillige wie ich hier. Als Organisation habe sie sich dabei für Eirene entschieden eine ökumenische Friedensorganisation die sich 1957 gegründet hat und somit ein Jahr früher als Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. In Kontakt sind die Beiden mit mir durch die Freundschaft von Lotta mit einer aktuellen ASF Freiwilligen aus den Niederlanden gekommen, die uns New York Freiwillige als mögliche Übernachtungsmöglichkeit empfohlen hatte und ich den Beiden dann zugesagt habe.

Erst wollten die Beiden eigentlich nur eine Nacht bei mir verbringen und dann den Rest der Woche bei einem Amerikaner in Jamaica, Queens auf der Couch schlafen wie man es heute halt so macht. Aber da Jamaica fast komplett außerhalb von New York liegt habe ich die Beiden dann die komplette letzte Woche bei mir untergebracht was einige sehr lustige Woche ergab, sowie die Feier meines Geburtstags am Mittwoch wie ich es so eigentlich gar nicht erwartet hatte.

Dadurch das ich dann am Wochenende auch Zeit hatte und mich mittlerweile relativ gut in New York auskenne habe ich die Beiden dann am Sonntag gleich zu einer Tour durch Downtown Manhatten eingeladen.

Dabei sind wir von meiner Wohnung vorbei am Empire State Building auf die West Side zum High Line Park gelaufen und dann entlang des Hudsons ganz nach Downtown am neuen One World Trade Center und der Wall Street vorbei, sowie den letzten Resten des Occupy Wall Street Movements im Zuccoti Park und dann sind wir noch nach Chinatown gelaufen wo es dann endlich gutes und billiges Mittagessen gab.

Die ganze Tour war dann am Ende rund 16 km lang wie ich später im Internet nachrechnete per Google Maps, sodass sich dann auch erklärte warum wir nach nur fünf Stunden daheim schon so fertig waren und das obwohl es dann doch erst 15 Uhr war da wir am Morgen schon um 10 Uhr aus dem Haus gegangen waren.

Während ich am Anfang dieser Tour noch das erste Bild von Lotta und Barbara vor dem Empire State Building gemacht habe wurde mir dann später meine Kamera sozusagen entwendet was diese Fotos doch mal ganz besonders macht, denn so bin ich auch mal auf ein paar Fotos zu sehen und sie sind nicht alle aus meiner Perspektive fotografiert sondern von Lotta und Barbara die da gerade erst 24 Stunden in New York waren.

Nun aber viel Spaß mit diesen 67 experimentellen Fotos mit Lotta, Barbara und meiner Wenigkeit:

Shabbat Dinner

Heute möchte ich euch von einem meiner Erlebnisse an diesem Freitag berichten welches sehr interessant für mich war und zwar war ich das erste Mal in meinem Leben zu einem Shabbat Dinner eingeladen.

Die ASF Freiwillige aus dem American Jewish Comimittee (AJC)  hatte uns Freiwilligen gefragt ob wir gerne an einem Shabbat Dinner teilnehmen würde und so organisierte sie es dann nun für diesen Freitag das sowohl alle New Yorker ASF Freiwilligen als auch ein paar Freiwillige aus anderen Städten die an diesem Abend auch zu besuch in der Stadt waren zu mehreren einzelnen Shabbat Dinnern eingeladen wurden welche jeweils von Freiwilligen des AJCs aus dem Young Leadership Program organisiert und gehostet wurden.

Das besondere daran war das die Freiwilligen des Young Leadership Programs selbst noch meistens in ihren 20ern sind und somit das Shabbat Dinner dementsprechend locker wurde aber man trotzdem einiges über denAablauf eines Shabbat Dinners und der Tradition dahinter gelernt hat. Das Shabbat Dinner selbst leitet den Shabbat ein den Ruhetag für die Juden bzw. was wir in Deutschland aus dem Christlichen Glauben als den Sonntag kennen nur das es für die Juden der Samstag ist und dann noch einmal besonderer Weise in der Jüdischen Zeitrechnung der Samstag schon am Freitagabend beginnt, denn für die Juden beginnen die Tage immer mit dem Sonnenuntergang und nicht etwa um 12 Uhr oder dem Sonnenaufgang sodass der Shabbat im Laufe des Jahres immer zu unterschiedlichen Zeiten beginnt was auch dazu unter anderem führt das DOROT z.B. im Winter am Freitag eine Stunde eher um 3 Uhr schließt da die Sonne früher untergeht und im Sommer erst um 4 Uhr schließt da die Sonne dann später untergeht.

Aber wieder zum Shabbat Dinner selbst. Wie ich schon geschrieben habe waren unsere Gastgeber alle selbst noch sehr jung und nahmen es daher auch mehr oder weniger sehr locker mit den Traditionen des Shabbat Dinners war und drei Deutschen die wir waren die Möglochkeiten gab das Ganze sehr viel lockerer anzugehen und wir uns keine Sorgen machen mussten etwas falsches zu machen bzw. wichtige Regeln zu brechen aber wir auch immer wieder nachfragen konnten.

Unser Shabbat Dinner begann damit das eine der beiden Frauen die Shabbatkerzen entzündete und einen Segensspruch sprach. Danach über nahm dann der Mann der Runde und folgte mit einem Friendensgruß sowie einigen Versen aus dem Buche Genesis welche sich dieses Mal aber sehr komisch für mich und die anderen Freiwilligen anhörte da er alles im klassischen Herbräisch sagte und wir somit nur Bahnhof verstanden und es sich fast mehr wie ein Rhytmischer Gebetsgesang anhörte anstatt einer Sprache aber ich denke wenn man Menschen in der Kirche beten hört und deren Sprache nicht spricht hört es sich ähnlich komisch an wie für uns das Hebräisch.

Danach wird dann der Wein gesegnet und ein Sabbatsegen gesprochen der an die Schöpfung erinnern soll und nachdem der Wein dann getrunken wurde ging es daran sich die Hände zu Waschen und sich damit Symbolisch zu reinigen. In unserem Falle haben wir Wasser drei Mal über unsere Hände als Symbol gegossen und uns danach wieder ganz simpel die Hande abgetrocknet. Zum Schluss wurde dann noch das Brot gesegnet und mit Salz bestreut und gegessen und damit war bei uns auch schon der traditionelle Teil des Shabbat Dinners vorbei.

Es war sehr interessant dieses Erlebnis einmal selbst mitzumachen und nach den Essen haben wir uns dann noch mit unseren Gastgebern lange den Abend über unterhalten über uns, unsere Organisation, was uns dazu antrieb diesen Dienst zu machen und was wir selbst als Deutsche von uns denken bzw. mit welchen Gedanken und Hoffnungen wir hier her für das Jahr gekommen sind.

 

Friendly Visiting, die 2.

Letztes Jahr im November habe ich euch das erste und bis jetzt auch letzte Mal davon berichtet wie meine Friendly Visitings bei DOROT laufen und das möchte ich heute endlich einmal dringend ändern. Beginnen möchte ich damit euch heute zwei weitere meiner Friendly Visitings vorzustellen.

Da wäre zum einen Anne welche eine Holocaustüberlebende ist die auf der Upper West Side in einem Seniorenwohnheim lebt und an sich zwar noch sehr fit und selbstständig ist aber leider im letzten Jahr ihren Ehemann verloren hat und danach einige Schwierigkeiten alleine hatte sodass ihre Familie leider entscheiden musste das sie besser versorgt in einem Seniorenwohnheim ist. Das Gute an dem Seniorenwohnheim ist dass es kein normales Seniorenwohnheim ist wie wir es uns aus Deutschland vorstellen sondern hier in den USA Enriched LIving genannt wird, was bedeutet das die Senioren zwar mit vielen weiteren Senioren in einem Haus leben und Hilfe bekommen können vom Personal des Hauses aber sie immer noch alleine in Studio Apartments (1 Zimmer Wohnungen) leben können und somit die Sicherheit des Hauses und des Personals haben aber immer noch selbstständig sein können und es ihnen auch erlaubt ist nach draußen zu gehen und sogar in den Urlaub zu fahren.

Trotzdem ist für Anne die Wohnsituation für Anne sehr oft immer eines ihrer Hauptgesprächsthemen da sie das Essen welches es zum Mittagessen gibt nicht mag und es nie heiß genug ist. Außerdem beschwert sie sich auch immer über die Fahrstühle von denen es zwar drei Stück gibt die aber sehr langsam und klein sind sodass meistens nur ein Senior mit Gehhilfe in einen Aufzug passt und es schon mal passieren kann das man mehr als 5 Minuten warten muss. Zur Anmerkung sollte noch gesagt werden dass das Gebäude in der Vergangenheit einmal ein Hotel war und auch einen solchen Eindruck macht und sehr nobel und schick daher kommt.

Anne kommt Ursprünglich aus der Nähe von Nürnberg aber ihre Familienwurzeln reichen noch weiter bis nach Prag auf der Seite des Vaters und nach Wien auf der Seite der Mutter. Über Annes Holocaustgeschichte konnte ich leider nur Erfahren das sie im jungen Teenageralter mit ihrer Familie erst nach England ausgewandert ist und dann später in die USA nach New York kam wo sie wohl auch überraschender Weise wieder viele ihrer Freunde aus der Heimat getroffen hat die ebenfalls nach New York ausgewandert sind. Eine Geschichte die Anne mir noch erzählt hat ist die das Prag für sie ein sehr besonderer Ort ist aus mehreren Gründen, zum einen weil ihre Familie dort her kommt, zum Anderen weil sie die Stadt unglaublich liebt und als die kulturell wertvollste Stadt Europas ansieht, sowie weil dort ihr Vater einmal von den Nazis ins Konzentrationlager nach Theresienstadt gebracht wurde und Hals über Kopf über Nacht aufgehängt wurde sowie gefoltert wurde und nach seiner Rückkehr nach Hause dann ein vollkommen anderer Mensch gewesen sein soll und kaum noch gesprochen hat.

Das Anne mir leider nur noch so wenig über ihre Vergangenheit erzählen kann liegt vor allem daran weil Anne leider ein mehr oder weniger großes Gedächnisproblem hat welches sich nach dem Tod ihres Ehemanns im letzten Jahr entwickelte und auch die Gespräche für uns manchmal sehr schwer macht. Denn man kann sich zwar so normal mit Anne unterhalten und ihr Fragen stellen und sie kann einem auch Dinge aus ihrer Vergangenheit erzählen aber es ist alles nur noch sehr begrenzt und ohne genauen Zeitraum sodass ich auch nicht weiß mit welchem Alter Anne wirklich Deutschland verlassen hat. Das Problem äußert sich aber auch noch auf eine andere Art und Weise indem Anne an manchen Tagen manchmal Probleme damit hat Informationen von mir zu speichern und zu behalten und mich somit fast jede Woche wieder fragt ob meine Familie den Englisch sprechen kann oder ob meine Familie Religiös ist?

Diese Art von Friendly Visiting hatte ich an sich zwar nicht erwartet aber es ist sehr spannend für mich da man Anne so ihre Probleme nicht an sieht und auch nicht bemerken würde wenn man sich nur 5 Minuten unterhält aber wenn man eine Stunde mit ihr verbringt dann kann man es schon merken. Das führte dann auch dazu das Anne und Ich anfang diesen Jahres unsere Besuche von jede Woche auf jede zweite Woche reduziert haben was sie zwar nicht gut fand aber leider nicht anders möglich war. Denn ich wollte Anne zwar immer noch besuchen aber jede Woche für eine Stunde fast wieder über die gleichen Dinge zu reden war schon sehr schwierig aber im Moment klappt nun alles sehr viel besser da man nach zwei Wochen mehr miteinander zu reden hat.

Als zweites möchte ich euch heute ein besonderes Friendly Visiting Paar vorstellen mit welchem ich nur durch einen sehr glücklichen Zufall zum Friendly Visiting kam nämlich Gloria und Charles.

Gloria und Charles sind ein seit über 50 Jahren verheiratet Ehepaar und sind Klienten bei DOROT im Main Office aber keiner der Beiden ist Holocaustüberlebender sodass sie eigentlich nicht für mich zum Friendly Visiting vorgesehen waren. Das es doch dazu kam ist dem glücklichen Zufall geschuldet dass das Main Office an einem Donnerstagmorgen im November meine Hilfe bei einem Escort einer Klientin nach Brooklyn hin und zurück per Taxi brauchte und genau diese Klientin war Gloria.

Gloria musste für einen Gerichtstermin für Charles nach Brooklyn und da sie gerade erst vor ein paar Wochen auf der Straße gefallen war wollte das Main Office das ich sie bei dem Termin begleite und sie an dem Donnerstag um 9 Uhr von zu Hause abholen sollte und zusammen mit ihr ein bestelltes Taxi nach Brooklyn nehmen sollte. Als ich dann an dem Donnerstagmorgen bei der Adresse von Gloria und Charles um 9 Uhr ankam klingelte ich und wurde auch herein gesummt während mir im Treppenhaus einige Anwohner über den Weg liefen. Als ich dann oben in der Wohnung ankam sollte ich aber erfahren das Gloria gerade eben erst die Wohnung verlassen hat und schon mit dem Taxi unterwegs nach Brooklyn ist, da kam bei mir natürlich die Panik auf. Ein paar Telefonanrufe später kam dann die zuständige Social Workerin vorbei und wir beschlossen dann nachdem wir beim Taxiunternehmen sicher gemacht hatten das sie abgeholt wurde und in Brooklyn angekommen war das ich mit der Subway ihr nachfahren werde und sie dort treffen werde. Da diese Geschichte sich noch schon im November ereignete war ich zu dem Zeitpunkt natürlich noch ziemlich neu in New York und kannte mich noch nicht ganz so gut mit den ganzen Subways aus aber fand meinen Weg nach Brooklyn wo ich dann nach einer gefühlen Ewigkeit von Angst und Bange Gloria traf und sie wieder zurück mit nach Manhattan begleitet. In der Zeit die wir nach Manhattan zurück brauchten redeten wir beiden dann über uns und Gloria erzählte mir auch einiges von ihrem Mann Charles und sagte zu mir das er mich als Gast bei sich zu Hause lieben würde und ich die Beiden doch besuchen sollte. Nachdem ich dann von meinem Supervisior im Main Office das okay bekam besuchte ich dann Gloria und Charles zwei Wochen später das erste Mal als offizielles Friendly Visiting und seitdem besuche ich sie alle zwei Wochen wieder.

Ich bin sehr glücklich das dieser Zufall mich zu Charles und Gloria führte da die Beiden sehr nett und unglaublich interessant sind, denn sie kommt ursprünglich aus Kuba und ist Katholisch und Charles kommt aus der Bronx und ist Jüdisch was man als Ehepaar nicht alle Tage sieht und dann auch noch seit 50 Jahre verheiratet macht das Ganze nur noch um so erstaunlicher und sie sind eine willkommene Abwechselungen zu meinen anderen Friendly Visitings vor allem wenn Gloria mal wieder anfängt über ihre Vergangenheit zu reden und mir erzählt wie großartig Kuba doch war, aber das Fidel Castro es vollkommen zerstört hat und ihr Herz deswegen gebrochen ist. Charles ist da hingegen schon eher der ruhige Typ Mensch und überlässt Gloria gerne das Reden sobald sie mal wieder angefangen hat.

Als letztes möchte ich euch heute dann noch wieder von meinen Besuchen mit Sylvia besuchen die ich euch ja schon vor längerer Zeit vorgestellt habe als ich euch das Main Office erklärt habe und gerade erst frisch bei DOROT war.

Die Besuche mit Sylvia sind seit dem ich sie das erste Mal im Oktober besucht habe immer sehr schön gewesen und wir unterhalten uns immer jede Woche entweder über die Politik oder aber über den Geist des Menschen was sehr spannend ist, aber Ende Dezember nach Weihnachten als Sylvester vor der Tür stand und ich gerade Besuch von Anne und Lizzie hatte bei denen ich ja zu Weihnachten in Virginia war, hat Sylvia mir dann für zwei Wochen Sorgen bereitet als ich von ihr eine Mailbox Nachricht auf mein Handy bekam indem sie mir mit zittriger und schwacher Stimme erklärte das sie in der Nacht zuvor einen Schwächeanfall hatte und nun im Krankenhaus ist. In der selben Nachricht hat sie mir dann noch eine Nummer unter der sie im Krankenhaus erreichbar ist gegeben aber als versuchte sie anzurufen ging nur ein anderer Patient ran und Sylvia war wahrscheinlich schon wieder auf eine andere Station verlegt worden. Nach einer Nacht voller Sorgen in der ich dann nicht wusste was ich den so recht machen sollte rief sie mich dann noch einmal an und hinterließ mir noch einmal eine neue Nummer auf der ich sie dieses Mal erreichte und dann zu Mindestens für zwei Minuten mit ihr reden konnte da ihre Kraft zu mehr nicht reichte.

Zwei Tage später nach täglichen Telefonanrufen habe ich sie dann frisch im neuen Jahr im Krankenhaus besucht und bei ihr eine Stunde verbracht in der ich versuchte sie aufzumuntern und sie mir erklärte das die Ärzte festgestellt hätten das ihr Herz mittlerweile zu schwach für sie werde und daher der Schwächeanfall kam. Einen Tag später wurde sie dann glücklicherweise aus dem Krankenhaus entlassen doch schon einen Tag später rief mich Sylvia wieder an und es hatte sie schon wieder ins Krankenhaus verschlagen da sie wieder zu schwach zu Hause war und ihre Krankenpflegerin den Notarzt gerufen hatte. Das Sylvia überhaupt aus dem Krankenhaus gelassen wurde hin damit zusamm weil das Gesundheitssystem hier in den USA einfach nur unglaublich schlecht ist und die Versicherung von Sylvia sie nur für eine Woche im Krankenhaus lässt solange es den nicht lebensgefährlich für sie ist das man sie wieder nach Hause schickt. Das sie dann zwar einen Tag später schon wieder eingeliefert wurde und das wahrscheinlich teuerer ist als die eine Nacht zwischendrinnen ist da wohl der Versicherung egal und es geht hier ums Prinzip das die Versicherungen nur sehr wenig bezahlen.

So habe ich Sylvia dann in der Woche darauf wieder im Krankenhaus an einem Abend besucht und zusammen mit ihr zwei Stunden verbracht in der ich sie nach eigenen Angaben sehr aufgemuntert habe und ihren Appetit angeregt habe da während meines Besuchs auch das Abendbrot kam und sie immer besser mit Gesellschaft essen kann. Nach einer zweiten Woche im Krankenhaus kam Sylvia dann wieder nach Hause und schon bald ging es ihr dann wieder sehr viel besser. Ich bin sehr froh das ich diese zwei Wochen mit Sylvia durchstehen durfte und glücklicherweise alles gut ausging und sie jetzt nach einem Monat schon fast wieder die alte ist und wir uns wieder über die Politik und den Geist des Menschen unterhalten.

Foto Set No.XII

Im heutigen Blogeintrag gibt es die Fotos zu der Package Delivery von der ich euch letzten Freitag hier berichtet habe.

Es sind zum großen Teil einfach nur Fotos von Freiwilligen die eine Tüte abgeholt haben und dann zu einem Senioren von DOROT gebracht haben, aber ich denke die Fotos geben auch mal einen kleinen Eindruck wie es bei meiner Arbeit aussieht.

Da es nur Fotos von einem Nachmittag sind, sind es auch nicht mehr als 50 Fotos die ihr euch nun anschauen könnt:

Winter Package Delivery

Letzten Sonntag hatten wir mal wieder ein besonderes Ereignis bei DOROT und zwar die Winter Package Delivery im Main Office.

Bei der Package Delivery schickt DOROT viele viele freiwillige Helfer, sogenannte Volunteers, mit DOROT Tüten voll mit vielen verschiedenen Sachen zu Senioren von uns, um ihnen diese Packages zu bringen und bei manchen dann auch ein Friendly Visiting zu machen für eine Stunde, woraus dann eventuell bei gegenseitigem Interesse ein fortlaufendes Friendly Visiting werden kann.

Für diese Package Delivery hieß es schon diese Woche Dienstag für mich einmal im Main Office zu helfen und zwar all die Sachen auszupacken und aufzustellen, die in die Tüten für die Senioren kommen sollten. Denn einen Tag später am Mittwoch kamen dann Schüler und Senioren die Gemeinsam die Tüten füllten und dadurch gleichzeitig auch noch eine generationenübergreifende Erfahrung hatten.

Diese Package Deliveries macht DOROT vier Mal im Jahr und zwar an Thanksgiving als das Bankett war und ich in der Küche stand fand auch schon gleichzeitig eine Package Delivery statt. Dann gibt es noch eine Delivery im Winter, entweder zu Hanukkah  oder wie dieses Jahr im Januar, dann noch eine zu Pessach, meistens Anfang April und eine Delivery im Sommer.

An diesem Sonntag war meine Aufgabe eigentlich Telephone Runner gewesen, dass bedeutet das ich im Erdgeschoß gewesen bin und den freiwilligen Helfern, die Telefone an den Schreibtischen unserer Mitarbeiter angeboten habe, damit sie die Senioren anrufen können zu denen sie dann gehen würden, um sicher zu stellen das sie auch da sind und die Packages und die Besucher erwarten.

Da heute aber schon fast jeder ein Handy hat und somit nur noch sehr wenige ältere Helfer das Angebot annahmen oder sehr junge Schülergruppen, weil sie noch nicht ganz sicher am Telefon waren, hielt sich meine Arbeit in Grenzen und ich konnte zwischendurch mich daran machen auch im 2. Stockwerk vorbei zu schauen, wo die Packages ausgegeben wurden und Fotos von all diesen Geschehnissen zu machen. Was dann auch meine Hauptaufgabe wurde, da DOROT immer neue Fotos braucht für die Öffentlichkeitsarbeit braucht und ich natürlich gerne so viel wie möglich für mich festhalten möchte.

Später als die Package Delivery dann in unserem Main Office zu Ende ging und die meisten Packages schon ausgeliefert waren, war es auch noch meine letzte Aufgabe für den Tag, vier Packages an Senioren zu bringen die in der Nähe meines Wohnhauses bei Murray Hill wohnen.

So ging dann also ein schöner und abwechslungsreicher Tag zur normalen Arbeit bei DOROT zu Ende und die Fotos die ich den Tag über geschossen habe, werde ich euch im Laufe der nächsten Tag hier präsentieren.

Foto Set No. XI

Nach Fotos von Weihnachten und Neujahr, gibt es jetzt mal wieder ganz normale Fotos aus New York, die ich im Laufe der letzten Woche geschossen habe.

Da wäre zu erst einmal das Empire State Building von meinem Fenster aus und wie langsam die Sonne am Morgen aufgeht. Danach habe ich mich dann auf den Weg zu meinen Friendly Visitings auf der Upper East Side von New York gemacht und bin dann danach in dem Central Park gegangen. Dort habe ich mir das erste Mal den nördlichen Teil des Central Parks angeschaut, nur leider macht der im Winter und ohne Schnee nicht so viel her.

Doch meine Trauer über fehlenden Schnee sollte dann nicht sehr lange auf sich warten lassen. Schon am Samstag kamen dann die Schneewolken und verwandelten New York zu mindestens für einen Tag in eine Winterlandschaft, denn hier in Manhatten sind die Straßen im Eiltempo wieder freigeräumt und die Temperaturen steigen auch schon wieder. So habe ich die Gelegenheit am Samstag gleich genutzt und bin in den mir nahe gelegenen High Line Park gegangen, wo ich im September schon war und habe mir beim Fotografieren dann fasst die Finger abgefroren und das trotz Handschuhe.

Damit lasse ich euch nun auf die 77 neuen Fotos los:

Foto Set No.X

Das letzte Mal habe ich euch die Fotos von meinem Weihnachtsurlaub in Innisfree gezeigt, heute folgt die Sylvester Woche in New York:

Als erstes gibt es zwei Fotos vom Kochen im HPP das Ich zusammen mit Anne (der ASF Innisfree Freiwilligen) und Lizzie (ihrer Deutschen Kollegin dort) gemacht habe, da sie zusammen mit mir aus Innisfree nach New York gekommen sind um hier mit mir Sylverster erleben zu können und sie sich dann dazu bereit erklärten in meinem Projekt mitzuhelfen um es auch mal zu sehen und erleben zu können wie ich bei ihnen Innisfree erlebt habe. Zu Essen gab es Hühnchen geschnetzeltes mit einer Kokusnuss- Ananas Souce, sowie Reis und Gemüse dazu. Ich der eigentlich auch beim Kochen mithelfen wollte, wurde von meinem Supervisor und der Direktoren vom HPP mit anderen Dingen beschäftigt und kam somit nicht dazu beim Kochen zu helfen. Aber immerhin hatte ich dann noch die Möglichkeit bei Austeilen des Essens zu helfen und am Vortag hatte ich schon den Nachtisch eine Mousse au Chocolate gemacht

Einen Tag vor Sylvester habe ich dann noch mit Sebastian, einem anderem ASF Freiwilligen der in Pittsburgh sein Jahr verbringt, den Times Square besichtigt. Ich und Anne hatten schon vorher gesagt das wir uns das zu Sylvester nicht antun werden und so wollte ich immerhin einen Tag vorher mir mal anschauen, was die da alles so aufgebaut haben und ich kann sagten es war schon einen Tag vor Sylvester brechend voll. Immer diese ganzen Touristen, die nur für die Feiertage kommen! Danach sind Sebastian und ich noch ins Greenwich Village gefahren und haben uns dort die berühmte Christopher Street angeschaut.

Sylvester haben wir dann gemütlich in meinem Zimmer verbracht und uns im Fernsehen angeschaut, wie sich die Menschen am Times Square die Füße platt stehen nur damit sie einen winzigen Ball für eine Minute “fallen” sehen oder weil sie Lady Gaga sehen wollten. Um Mitternacht gab es dann für uns leider kein Feuerwerk, denn in New York gibt es das entweder nur im Central Park oder Downtown am East River, aus Sicherheitsgründen.

Dafür das wir dann Sylvester nicht gefeiert haben, haben wir uns am Neujahrstag schon recht früh wieder auf den Weg gemacht um uns Coney Island ganz südlich in Brooklyn anzuschauen, aber vorher mussten wir erst einmal eine Stunde mit der Subway fahren damit wir aus Manhatten bis nach Coney Island kamen. Coney Island ist eine Halbinsel mit Strand am Atlantic und war früher das Nickel Empire. Denn Anfang des 20. Jahrhunderts haben sich dort mehrere Freizeitparks aufgebaut, die für einen Nickel (5 Cent) einem eine Fahrt anboten und dadurch kamen im Sommer tausende von Menschen, die sich entweder in den Freizeitparks amüsiert haben oder am Strand sich sonnten und badeten. Heute haben die meisten Parks in Coney Island geschlossen und es ist mehr ein zwischen Ding aus Geisterstadt, noch geöffneten Freizeitparks und neuen Gebäuden.

Das Besondere an Coney Island am 1. Januar war, das es dort das sogenannte Polar Bear (Eisbär) Schwimmen gab. Das heißt jeder der am 1. Januar ein kühles Bad in den Fluten des Atlantik nahm bekam eine Urkunde und ein Polar Bear Handtuch, als Beweis das er am Polar Bear schwimmen teilgenommen hat.

Mit diesen vielen Informationen lasse ich euch heute mal auf “nur” 63 Fotos los: