Give Away Day and the Bronx

So langsam wird es nun auch in New York kälter. Waren es die letzten Wochen immer noch um die 10° warm, sind es nun auch bei uns hier um die 0° am Tage und in der Nacht fängt es an zu frieren. Vielleicht können wir ja in New York doch noch ein weißes Weihnachten erwarten, allerdings werde ich das nicht miterleben, denn zu den Weihnachtstagen werde ich meinen erste Reise antreten.

Es wird für mich nach Innisfree in Virginia gehen, wo die Freiwillige Anne von ASF arbeitet und zusammen mit behinderten Menschen lebt. Ich und Lena, eine weitere Freiwillige aus New York, werden dort für die Weihnachtstage sein und danach wieder zusammen mit Anne nach New York fahren wo wir dann New Years Eve erleben werden.

Aber bis es soweit ist möchte ich euch heute mal wieder von meiner im HPP bei DOROT berichten, denn dort gab es in dieser Woche einige spannende Dingen zu tun.

Da wäre am Montag zum Beispiel am Montag der Give Away Day, den wir einmal im Monat am ersten Montag im HPP machen und dabei Lebensmittel und Kleidung an sowohl unsere aktuellen Klienten ausgeben, als auch unsere After Care Klienten, die mittlerweile schon wieder in einem eigenen Zimmer oder Apartment wohnen.

Der Tag beginnt für mich dann immer am Montag um 9:30 Uhr und beginnt erst einmal damit unseren Community Room für den Give Away Day herzurichten. Da heißt es die Tische so hinstellen das wir die Lebensmittel und Kleidung später dann darauf legen können und mit den Klienten dann das Angebot durchgehen können. Außerdem muss ich alle Spenden die wir im Laufe des Monats bekommen haben und für den Give Away Day in unseren Büros und Keller aufbewahrt haben in den Community Room bringen und dann damit anfangen alles herzurichten.

Zu diesem Zeitpunkt kommt dann meistens auch schon Mrs. G, die den Give Away Day organisiert und leitet, sowie Jesus der zusammen mit mir später aufpasst das sich niemand unerlaubt einfach etwas von den Tischen schnappt, obwohl noch nicht dran ist oder aber schon dran war und noch mehr möchte. Sowohl Mrs. G als auch Jesus sind ehemalige Klienten von unserem Programm und somit selbst After Care Klienten, aber sie wollen aus Dankbarkeit dem HPP noch als Freiwillige helfen.

Um 12 Uhr wenn dann alles fertig hergerichtet ist und seinen Platz gefunden hat, fängt Mrs. G damit an die aktuellen Klienten als erstes durch das Angebot zu führen und um 1 Uhr sind dann auch alle anderen dran. Dabei kann es dann in unserem Community Room schon ganz schön voll und laut werden, wenn manchmal bis zu 15 Leute gleichzeitig da sind und darauf warten dran zu kommen und sich in der Zwischenzeit mit anderen Klienten unterhalten die sie kennen. Aber es macht immer Spaß den man sieht und lernt dadurch viele andere Gesichter kennen, die früher auch im HPP gelebt haben und jetzt immer wieder dankbar zum Give Away Day kommen.

Zwischen 3 und 4 Uhr sind dann meistens alle Klienten da gewesen und auch die letzten Kartoffeln, Orangen oder Erdberren haben einen glücklichen Besitzer gefunden, sodass meine Aufgabe dann nur noch darin besteht den Community Room wieder aufzuräumen und in seinen Urzustand zurück zu versetzen.

Heute gab es dann für mich noch eine spezielle Aufgabe für mich, denn ich sollte zusammen mit Abe eine Katze für Gretchen, die Direktoren des HPP, in die Bronx bringen. Dort war gerade eine unsere After Care Klienten in ihre eigenes neues Apartment gezogen und da sie dort wo sie vorher gelebt hatte kein Haustier haben durfte, wollte sie nun natürlich sofort jemanden um den sie sich kümmern kann in ihren eigenen vier Wänden.

Simone, die Katze, die wir in die Bronx gebracht haben, hat nämlich für die letzten Wochen bei uns im HPP gelebt und für ein paar Wochen habe ich mit ihr zusammen auch mein Büro geteilt. Das wir auch Katzen bei uns aufnehmen und für sie ein neues zu Hause suchen ist das Hobby von Gretchen und meistens sind die Tiere gerade erst ein paar Monate alt und kommen aus Tierheimen zu uns, damit Gretchen sie dann an neue Besitzer weiter vermitteln kann.

In die Bronx sind ich und Abe (Abe ist auch ein After Care Klient der in dem selben Haus wie das HPP wohnt und uns als Hausmeister aushilft) mit dem Taxi gekommen, da wir Simone bei uns hatten und noch ein paar Sachen für sie damit die Klienten erst einmal nichts neu kaufen muss für sie.

Zurück mussten wir dann mit Bus und Bahn kommen, wobei ich ein bisschen was von der Bronx sehen konnte, die zu mindestens am Tage nicht so schlimm ist, wie es ihr Ruf vermuten lässt.

Es ist der Stadtteil in dem die meisten Bewohner Schwarz sind und alles sehr einfach und teilweise auch ein bisschen herunter gekommen aussieht. Von daher machte es wahrscheinlich auch für die meisten den Eindruck wie aus einem Gangsterfilm, aber es ist eigentlich ein Stadtteil für die einfache Bevölkerung. Trotzdem würde ich mich lieber nicht in der Nacht in die Bronx verirren, denn dann macht sie vielleicht schon eher ihrem Ruf alle Ehre.

P.S. Es gibt noch ein paar mehr Fotos vom Give Away Day und ein weiteres aus der Bronx die ich an das Foto Set No. VIII angehängt habe zum Anschauen.

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