3 Monate

Mittlerweile läuft mein Friedensdienst schon seit über drei Monaten und Weihnachten und das Jahr 2012 stehen auch schon vor der Tür, dadurch habe ich mir gedacht schaue ich doch heute mal zurück wie das erste Viertel meines Friedensdienstes lief und was dieses drei Monate für mich bis jetzt so besonders gemacht haben.

In New York habe ich mich endlich eingefunden und es ist für mich kein Problem mehr in Manhatten eine Subway Uptown oder Downtown zu nehmen oder mal schnell einen Botengang für DOROT zu erledigen. Es überrascht mich doch selbst wie schnell ich mich hier orientiert habe auch wenn man sagen muss, dass das orientieren hier eigentlich kein Problem darstellen soll, denn die Amerikaner zählen ihre Straßen ja einfach nur durch und alles ist schön im Block Format, sodass man sich hier auch komplett ohne Orientierungssinn zurecht finden kann.

Ich bin auch überrascht wie viel ich doch schon gesehen habe, da ist nicht nur Manhatten das ich schon unzählige Mal rauf und runter gefahren bin, sondern auch die anderen Stadtteile wie Brooklyn oder die Bronx die ich auch schon besucht habe und zu Mindestens einen erst Eindruck bekommen konnte, wie es dort ist.
Außerdem sind dann da ja auch noch die unzähligen Besonderen Ereignisse, wie die Thanksgiving und Halloween Parade, der Marathon und der große Weihnachtsbaum am Rockefeller Center. Das ging beispielsweise bei der Halloween Parade soweit, das mich mein Supervisor Elazar extra eine halbe Stunde eher aus der Arbeit gelassen hat, da er wollte das ich einen guten Platz an der Strecke bekomme und die Parade gut filmen und fotografieren kann.

Und damit bin ich ja auch schon bei DOROT wieder. Nach drei Monaten kann ich mittlerweile sagen das die Arbeit mir hier super viel Spaß macht und das es genau so ist wie ich es mir vorgestellt habe, vielleicht manchmal sogar ein bisschen besser. Wenn ich am Freitagabend das Essen für die Klienten mache und man sich während dessen mit ihnen unterhalten kann und auch den einen oder anderen Witz macht oder erzählt bekommt. So viele Geschichten von Menschen wie ihr Leben verlief, was ihre Persönlichkeiten sind und was sie besonderes ausmacht, das habe ich noch nie erlebt und dazu gehört natürlich auch das Friendly Visiting, welches im Laufe der Zeit auch immer interessanter wird, da man sich mit den Menschen nicht nur jedes Mal über deren Vergangenheit unterhält, sondern mittlerweile auch anfängt Freundschaften aufzubauen und die Menschen lieb gewinnt.

Alles in allem kann ich also nach drei Monaten sagen das ich hier mehr als glücklich bin. Sicherlich gibt es immer noch Dinge, die ich gerne ändern möchte, wie zum Beispiel, mir hier einen Freundeskreis aufzubauen. Aber auch da hat sich in der letzten Woche noch mal einiges getan, da ich ab Anfang Januar anfangen werde in einem Theater, im East Village, ehrenamtlich zu helfen und dort sehr viele engagierte und junge Menschen arbeiten.

Zum Schluss habe ich noch einmal ein paar kleine Fakten und unnütze Statistiken über mich und meine Zeit bis jetzt hier zusammen getragen:
Von meinen 366 Tagen sind schon knapp mehr als 100 Tage vergangen und in dieser Zeit habe ich schon 34 Friendly Visiting’s, 2 Shoppings und 2 Escort gemacht. Ich habe einmal am Donnerstagabend im HPP für alle gekocht und 5 mal die Essen an anderen Tagen gemacht. In dieser Zeit bin ich an 48 verschiedenen Subway Stationen ein- oder ausgestiegen und dieser Blog umfasst schon 20 Einträge. Auch mein persönliches Tagebuch ist schon mit 172 Seiten und ca. 73.000 Wörtern prall gefüllt und die 881 Fotos, sowie das erste Video über New York nehmen schon mehr als 12 GB auf meinem Computer ein. Und last but not least habe ich in 22 Skypegesprächen Kontakt mit zu Hause gehalten.

Ich möchte diesen Eintrag auch noch einmal nutzen um mich bei all meinen Paten, Freunden und Familie zu bedanken. Ohne eure Unterstützung, sei es finanziell oder seelisch, hätte ich es wahrscheinlich niemals hier her nach New York geschafft und diese tolle Zeit erlebt. Danke!!!

Dafür gibt es jetzt auch schon meinen ersten Projektbericht von mir, den ihr euch hier ansehen und speichern könnt, auch wenn er sehr viel aus dem Blog hier enthält und somit nicht ganz so interessant ist, wenn ihr schon immer meinen Blog lest.
In den nächsten Tagen werde ich außerdem noch ein kleines Paket mit einer kleinen Weihnachtsüberraschung an alle meine Paten heraus schicken. Es wird zwar wahrscheinlich nicht vor dem neuen Jahr da sein, aber ich hoffe ihr freut euch trotzdem darüber.

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