Lunch & Learn

Letzte Woche habe ich euch von meinen Erlebenissen mit Anne beim Shabbat Service geschrieben und heute möchte ich über einen weiteren Teil meiner Arbeit beim Main Office von DOROT schreiben da ich dort in den vergangenen Wochen an zwei MIttwochen noch eine weitere Aufgabe zu meinen Friendly Visitings übernommen habe.

Ein weiterer kleiner Teil von den Angeboten die DOROT anbietet ist das sie auch vom Main Office aus sogenannte Lunch & Learns (Essen & Lernen) in Synagogen organisieren und dort jede Woche bzw. einmal im Monat je nach Synagoge einen Gast einladen und diesen dann von seiner Arbeit, seinem Hobby oder wovon man sonst Interessantes aus seinem Leben seinem Leben reden kann erzählen lassen und zu diesen Lunch & Learns dann die Senioren der Synagoge eingeladen sind um sich den Vortrag anzuhören dabei ihr Mittag zu essen welches sie sich selbst mitbringen und den Namen des Programms erklärt und dann auch eventuell mit der Person diskutieren können.

Wie ihr euch jetzt schon sicherlich denken könnt wurde ich von meinem Supervisor im Main Office als Gast vorgeschalgen und in zwei Synagogen eingeladen um dort über mich, ASF und meine Arbeit bei DOROT zu reden was ich dann auch sehr gerne tat, denn ich hatte in den letzten Monaten bei DOROT schon zu verschiedenen Gelgenheiten mich slebst Gruppen vorgestellt oder im HPP Führungen zu dem Programm gegeben und mich und ASF als das Programm vorgestellt welches mich hier zu DOROT gebracht hat und es hat mir immer sehr viel Freude bereitet und nun hatte ich bei diesen zwei Lunch & Learns das Ganze auch einmal in offizieller und größerer Art und Weise zu tun.

Wenn ich in größerer Art und Weise schreibe dann sollte man es sich allerdings nicht riesen groß vorstellen, den zu beiden Terminen kamen jeweils zwischen 8-12 Senioren was später aber von der Mitarbeiterin von DOROT dann riesig gefeiert wurde da sie mir dann sagte das Normalerweise nur um die 5 Senioren maximal jeweils zu den Lunch & Learns kamen und ich somit meine Arbeit ein Interesse bei den Senioren der zwei Synagogen die ich besucht habe geweckt zu haben.

Bei den Lunch & Learn selbst habe ich dann am Anfang erst einmal kurz erläutert wer ich selbst den bin woher ich aus Deutschland komme und wie ich zu meiner deutschen Organisation ASF gefunden habe. Danach sollte es dann meistens eigentlich mit DOROT und meiner Arbeit dort weiter gehen aber schon bei beiden Lunch & Learns haben mich schon zu diesem Zeitpunkt die Senioren mit Fragen regelrecht bombarbiert und wollten mehr über mich meine Arbeit im Zivildienst wissen, warum ich gerade nach New York und mit Holocaustüberlebenden arbeiten wollte und in welchen Ländern ASF sonst noch in der Welt aktiv ist und warum ich mich auch gerade für ASF entschieden habe.

An sich hatte ich damit gerechnet das die Senioren eher interessiert in meine Arbeit wären aber wie sich dann herausstellte waren sie in beiden Fällen wirklich sehr in mich und meine Person interessiert und habe mir viele Fragen gestellt die mich selbst manchesmal auch erst einmal zum Überlegen brachten wie z.B. die schon eben erwähnte Frage warum ich mich für ASF entscheiden habe? Vor meinem Dienst als ich noch auf der Suche nach Paten war und mir auch genau diese Frage manchesmal über den Weg lief habe ich simple damit geantwortet das mich sowohl das Thema der Organisation interessierte als auch aber die Orte an denen ASF Freiwillige hatte und dabei speziell natürlich in New York was dann am Ende auch nun mein Ort für ein Jahr wurde. Aber dieses Mal bei den Lunch & Learns habe ich die Frage dann ausführlicher beantwortet und gesagt das wohl etwas in mir als ich von ASF gelesen habe und dann letztes Jahr im Januar beim Auswahlseminar auch das Projekt DOROT mehr in mir angsprochen hat als nur diese beiden Aspekte, denn sonst wäre ich glaube ich nicht so in wie jetzt in diesem Jahr aufgegangen und mache meine Arbeit bei DOROT wirklich mit Freunde als das dort noch etwas mehr ist das ich nicht beschreiben kann aber ASF mehr ist als einfach nur: “Wir sind eine Organisation die Freiwillige ins Ausland schickt wegen des Holocaustes.”

Diese Erkenntnis und das von mir unerwartete Interesse der Senioren bei den Lunch & Learns haben auch diesen kleinen und kurzen Extrateil meiner Arbeit bei DOROT sehr lohnenswert und bereichernd gemacht. Denn auch wenn man es nicht erwartet aber manchmal werden durch Fragen anderer Prozesse in dem eigenen Kopf losgetretten die einen dann am Ende zu etwas ganz anderem führen und einem eine andere Frage beantworten die man sich selbst vorher selbst gestellt hat aber nicht beantworten konnte und nun eine Art Lösung oder Erklärung bekommt.

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